Philipp Stuckhardt erneut auf dem Treppchen - dritter Platz beim Eiger Ultra-Trail E16

 

 

Die Special Edition des Berglaufevents Eiger Ultra Trail sorgte vom 16. bis 18. Juli 2021 in der Schweiz für ein internationales Sportfest. Der Lauf findet bereits seit 2013 statt und ist seit 2015 Teil der Ultra Trail World Tour. Bei nassen, aber guten Bedingungen kam Philipp Stuckhardt (Laufteam Kassel) beim Eiger Speed-Trail E16 mit einer starken Leistung erneut aufs "Treppchen". Beim Tschirgant Sky Run errang er vor einem Monat in Österreich einen sensationellen 2. Platz. Diesmal ging in einem Feld von über 600 Läufer:innen Bronze an ihn.

 

Benedikt Hoffmann hat beim E16 mit 1:11.11,6 h einen sensationellen neuen Streckenrekord (von Grindelwald über Oberer Gletscher, Berien, Bort zurück nach Grindelwald) aufgestellt und letztlich einen klaren Sieg errungen. Philipp Stuckhardt erreichte in 1:17.18,7 h nur wenige Sekunden nach Michael Pfanner (1:17.05,6 h) das Ziel als Dritter.

 

Benedikt Hoffmann unangefochten Sieger, Philipp Stuckhardt trotz Sturz ganz vorne

Der Sieger "Bene" Hoffmann ist in der Szene kein Unbekannter. Im Gegenteil: Anfang Juli konnte er beispielsweise schon seinen zweiten Sieg in Zermatt feiern. Außerdem kann der 36-Jährige auf etliche Erfolge im Team der deutschen Berglauf- bzw. Ultralauf-Nationalmannschaft zurückblicken. Beim Eiger Ultra Trail war er einfach eine Klasse für sich - sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Michael Pfanner betrug fast 6 Minuten! 

Philipp Stuckhardt konnte auch bei diesem Rennen zeigen, dass er auch auf anspruchsvollen Strecken in hochklassigen Feldern ganz vorne mitlaufen kann. Auf dem ersten Teilabschnitt Start > Bort lief er in hervorragenden 46.43,9 h auf den 2. Platz. Zum Vergleich: Benedikt Hoffmann benötigte 43.42,9 h, Michael Pfanner 47.33,3 h.

Philipp Stuckhardt auf nasser Strecke beim Eiger Ultra Trail
 

 

 

 


 


 

 

 

 

Doch auf dem zweiten Teilabschnitt geschah das Malheur. Auch in Grindelwald hatte es vor dem Lauf beachtliche Regenfälle gegeben. Viele Stellen waren noch nass und Philipp rutschte auf einer glatten Stelle aus. Zum Glück im Unglück gab es keine ernsten Verletzungen und Philipp konnte das Rennen weiterführen. Der bereits sicher geglaubte zweite Platz war damit zwar verloren aber den dritten Platz trotz Sturz zu erringen, ist auf jeden Fall Grund genug mit dem Erreichten zufrieden zu sein.

 Bei Instagram schrieb Philipp: "Mein 2. Berglauf lief super! Die Strecke war sehr anspruchsvoll und verlangte einiges an Technik ab. Trotz Sturz konnte ich auf den 3. Platz laufen. Vielen Dank @immovation_laufen für die hervorragende Unterstützun

"Zweiter Berglauf, zweites Podium, Glückwunsch Philipp Stuckhardt"

Berglauf-Kollege Nils Bergmann gratulierte Philipp Stuckhardt bei Instagram als einer der Ersten: "Zweiter Berglauf, zweites Podium, Glückwunsch Philipp Stuckhardt"! Auch Sponsor IMMOVATION AG gratulierte Philipp Stuckhardt zu seinem zweiten Erfolg bei einem Ultra Trail. IMMOVATION-Vorstand Lars Bergmann begleitete Philipp in die Schweiz und feuerte ihn direkt vor Ort an. Bergmann: "Die sportliche Leistung von Philipp hat mich ebenso begeistert wie das fantastische Bergpanorama. Die erneute Platzierung auf dem Siegerpodest eines Ultra Trails zeigt ganz klar, dass der hessische Berglaufmeister auch internationalen Wettbewerben mit sehr anspruchsvollen Höhendifferenzen mehr als gewachsen ist."

Den erfolgreichen Tag feierten die Sieger Benedikt Hoffmann mit Familie sowie Philipp Stuckhardt und Lars Bergmann gemeinsam in ausgelassener Stimmung. Dabei wurden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Bergmann: "Wir sind schon gespannt, mit welchen sportlichen Leistungen uns Philipp Stuckhardt in Zukunft weiter begeistern wird."

  

2.000 Athlet:innen aus 31 Ländern am Start

Nachdem dem Organisations-Komitee des Eiger Ultra Trails klar wurde, dass aufgrund der Pandemie und den damit verbundenen Auflagen eine reguläre Veranstaltung 2021 nicht möglich war, hatte sich das Organisations-Komitee für eine "Special Edition" entschieden. Das hieß letztlich: von allem etwas weniger - weniger Kategorien, gekürztes Programm, weniger Läufer:innen. Besonders schmerzte die Veranstalter natürlich die Absage der Highlight-Strecke E101 mit 101 Kilometern sowie 6.700 Höhenmetern. Dennoch nahmen rund 2.000 Athlet:innen aus 31 Ländern teil. Zum Vergleich: Normalerweise reisen über 3.000 Teilnehmer:innen aus 70 Nationen an.

Aufgrund der aktuellen Wetterlage wurden die Sicherheitsmaßnahmen nochmals verstärkt und wegen der kühlen Temperaturen wurde den Athlet:innen weitere Kleidung empfohlen. Schneebedeckte Passagen gab es jedoch nur in den höheren Streckenabschnitten und gelegentlich gaben die wechselnden Wolkenformationen sogar die Sonne frei.

Special Edition stand der Originalausgabe in nichts nach

Ralph Näf, OK-Präsident des Eiger Ultra Trail zeigte sich gegenüber der lokalen Presse dennoch zufrieden: "Die Lichter der Stirnlampen der E101-Läufer auf dem Weg ins Tal, die uns jeweils entlang der Eigernordwand eindrücklich durch die Nacht auf den Sonntag begleiten, haben uns dieses Jahr natürlich gefehlt. Mit dem zweitägigen Programm steht die Special Edition aber der Originalausgabe in nichts nach. Der Trail Running Spirit war in Grindelwald im ganzen Dorf, bei den Sportlern und auch bei den treuen Helfern wieder auf eindrückliche Art und Weise spürbar."

 

 Bildquellen:

  • Philipp-Stuckhardt: @Philipp Stuckhardt, Instagram
  • Philipp Stuckhardt beim Eiger Ultra Trail: @IMMOVATION AG