Alpe-Adria-Trail - Teil 2 - Auf der Flucht

Zlatorog

Wer zünftig wandern will, muss auch zünftig trinken können. In Slowenien, das wir nun durchwandern, mußt du entscheiden, welche Biermarke du lieben willst. Zwei große Brauereien versorgen die Slowenen mit dem heiligen Stoff! Und was für welches! Während Andrea Temno Lasko bevorzugt, das dunkle mit der würzigen Note, bin ich bei Union Nefiltrano hängen geblieben.


Unfiltriertes Bier, stilsicher in Packpapier gewickelt. Und wenn es etwas gibt, dass uns auf unserer Wanderung über den Trail Abend für Abend die riechenden Füße vergessen ließ, dann das gemütliche Feierabendbier. Wäre da nicht das Mistwetter, dass uns allabendlich in unsere Herberge verbannt.

Auf der Flucht

Sommerzeit ist Gewitterzeit. Und so sind wir auf unserer einwöchigen Tour über den Alpe-Adria-Trail stehts auf der Flucht vor den allabendlichen Unwettern. Unser Startort ist Kranjska Gora, Sehnsuchtsziel aller Slowenen in diesem Sommer, wie es scheint. Der Ort ist voll, die Restaurants auch. Wir wohnen im sehr empfehlenswerten Hotel Miklic am Ortsrand, mit Blick in die Julischen Alpen. Unser Zimmer: Eine Art Suite, Helia Tours hat sich mit der Buchung alle Mühe gegeben.


 1000 Höhenmeter

Bis zum Start bleiben uns noch zwei Tage. Und so testen wir schon mal den Trail in der entgegengesetzen Richtung. Wir wanderen auf Österreich zu. Und schon wenige Meter hinter Krajnska Gora wird der Alpe-Adria-Trail tatsächlich zum Trail. Von nun an gehts nahezu unablässig bergan. Schmetterlinge, groß wie Handteller, zittern durch die Luft. 1000 Höhenmeter, an wilden Bergbächen entlang, immer nur hinauf. Der Trail ist recht gut markiert.


Wo gehts weiter?

Bis zu der Stelle an der man den Wald samt Markierung abgeholzt hat. Promt verlaufen wir uns und müssen eine Bäuerin nach dem Weg fragen. Dies wird uns unterwegs noch oft passieren. Dummerweise werden nur meist keine Bäuerinnen in der Nähe sein. Der Rückweg gestaltet sich zum Wettlauf mit demaufziehenden Gewitter.



Mit dem Rad nach Italien

Am nächsten Tag radeln wir nach Italien rüber. Eine alte Bahntrasse wurde zum Radweg umgebaut, kaum Steigungen und schön breit. Schade, dass wir morgen schon weiter müssen. In Kranjska Gora könnten wir es noch eine Weile aushalten, bei Lasko oder Union.

 

Die erste echte Etappe startet im nächsten Beitrag. Und dann gibts auch gleich Parkplatznot im Paradies. Bis dahin eine gute Zeit,

wünscht Euch Olaf

Auch wenn wir nicht reisen dürfen: Immer schön in Bewegung bleiben. Denn Ihr wisst ja: