Kassel Marathon: Auch virtuell macht Marathon viel Spaß

 

Virtual worldwide EAM Kassel Marathon:
© Sandra Morchner, © Jens Nerkamp, © Tom Ring,©Image licensed by Ingram Image/adpic

Der “Virtual Worldwide EAM Kassel Marathon” liegt hinter uns. Er fand am 19. und 20. September 2020 statt. Die genauen Zahlen liegen zwar noch nicht vor, aber man jetzt schon sagen, dass die Resonanz sehr gut war, wie es auf der Homepage des Kassel Marathon heißt. Auch virtuell kann Marathon also Spaß machen. Aber natürlich hoffen alle, dass es im kommenden Jahr vom 17. bis 19. September wieder eine reguläre Ausgabe des EAM Kassel Marathon gibt.

Bei idealem Wetter – von 0,652 km bis 50,4 km

Das Wetter in Nordhessen war ideal, perfekt zum Laufen! Das war sicher ein großer Pluspunkt. Doch dieser Marathon fand nicht nur in Nordhessen statt, sondern “worldwide”! Überall wurde gelaufen und gewalkt. Ob in Wales oder Hamburg, ob in Leicester (England), im Trentino, in Meran, Malcesine, an der Havel, in Nordrhede, Soest, München oder in Wien oder in Münster. Eine weitere Besonderheit: jede(r) durfte so viel laufen und walken, wie er oder sie wollte. So konnten sich auch die Kleinen nach Lust und Laune beteiligen: Der kürzeste Lauf war genau 652 Meter. Vater und Sohn waren dennoch mächtig stolz dabei gewesen zu sein – zu Recht! Der ausdauerndste Läufer legte hingegen über 50 km zurück – Hut ab! Für die meisten stand der Spaß im Vordergrund. Dabei sein war für sie wichtiger als die erzielten Zeiten.

Sandra Morchner mit persönlicher Bestzeit! Jens Nerkamp “hält mit”

Aber es gab natürlich auch Top-Ergebnisse zu vermelden. Sandra Morchner vom Laufteam Kassel legte vor und lief die schnellste 10 km-Zeit des ersten Tages: 34:16! Das war gleichzeitig die langersehnte neue persönliche Bestzeit der Halbmarathon-Europameisterin in der W45! Sandra Morchner kommentierte ihren Lauf bei Instagram so: “10 km Lauf im Rahmen des virtuellen Kassel Marathons… auf dem Radweg entlang des Lido de Arco auf der Trentino Halbmarathon Strecke… neue PB. Es war anstrengend, es erschien mir unmöglich, aber doch hat es geklappt.” Jens Nerkamp ließ sich nicht zweimal bitten: Noch am Samstagabend kündigte er an, die Herausforderung von Laufteam-Kollegin Sandra anzunehmen – auch wenn er noch in der Aufbauphase nach seiner Verletzungspause ist. Mit seinen 33:39 war er mehr als zufrieden: “Das bedeutet mir sehr viel, denn die heutige Leistung ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.”

Kassel Marathon: Eine Herzensangelegenheit für Tom Ring

Tom Ring – ebenfalls Laufteam Kassel – hatte in diesem verrückten Jahr ebenso mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, wie Jens Nerkamp. Dennoch war ein bei dem virtuellen Rennen dabei: “Für Wettkämpfe ist es eigentlich noch zu früh. Aber der virtuelle @kasselmarathonofficial war mir eine Herzensangelegenheit. Und es hat unglaublich viel Spaß gemacht, wenigstens mal wieder 10 km am Anschlag zu rennen … und nun 10 km in 33:57 min – für dreimal die Woche laufen gehen und einen Umfang von circa 40 Wochenkilometern durchaus solide. Warum? Auf dem Weg zum Comeback ist tägliches Training noch eine zu große Belastung, aber zur Eigenmotivation brauchte ich einfach den Reiz des Teamtrainings und des Wettkampfs. Nun weiß ich wo ich stehe und kann mich Schritt für Schritt weiter zurückkämpfen.”

Kassel Marathon: Viele individuelle Geschichten

Auch wenn er “nur” virtuell war, wird dieser ganz besondere Lauf natürlich unvergesslich bleiben! Die Veranstalter des Kassel Marathon haben viele, viele ganz individuellen Geschichten auf ihrer Homepage zusammengetragen. Vom schnellsten Koch der Welt, die Charity-Partner Herzstück Familie, einem Harleshausen in Wales und vieles mehr. Dort findet man natürlich auch die Ergebnisse und auch jetzt schon die Anmeldung für den Lauf im nächsten Jahr! Denn nach dem Lauf ist vor dem Lauf.