Melat Yisak Kejeta reist zum Höhentraining nach St. Moritz

 

 St.Moritz: ©Image licensed by Ingram Image/adpic

Melat Yisak Kejeta wird vom 08.08. bis 07.09.2020 nach St. Moritz reisen. St. Moritz ist bekannt für sein Angebot an Athleten, die unter erschwerten Bedingungen in großer Höhe trainieren möchten. Trainer Winfried Aufenanger vom Laufteam Kassel wird sie mehrere Tage vor Ort intensiv betreuen. Das Höhentraining von Melat Kejeta wird von Sponsor IMMOVATION AG gefördert.

“St. Moritz” – der Name hat Klang! Der Ort gehört zu den berühmtesten Wintersportplätzen weltweit. Selbst James Bond war hier zu Gast: Die Eröffnungsszene von “Der Spion, der mich liebte” mit Roger Moore und Curd Jürgens wurde ganz in der Nähe des mondänen Ski-Hotspots gedreht. Das klingt nach High Society und Luxus. Doch St. Moritz hat heute noch eine ganz andere, eine ganz sportliche Seite: Der Ort ist ein offizielles Trainingszentrum von Swiss Olympic. Der Grund dafür: Mit 1.856 Metern über dem Meeresspiegel liegt St. Moritz auf idealer Trainingshöhe. 

Dünne Luft für mehr Leistung

Spitzensportler aus der ganzen Welt schwören auf Höhentraining. Aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen sind die Berge für die Athleten ein idealer Trainingsort. Warum ist das so? Vereinfacht gesagt: In den Bergen “ist die Luft dünner”. Der Körper passt sich jedoch an das verringerte Sauerstoffangebot an und produziert mehr rote Blutkörperchen, um den benötigten Sauerstoff schneller zur Muskulatur zu befördern. Dadurch werden die Athleten letztlich leistungsfähiger.

Im Blick: Halbmarathon-Weltmeisterschaft im Oktober 2020

Wegen Corona mussten in diesem Jahr bisher viele Laufveranstaltungen abgesagt werden. Schlechte Bedingungen für alle Leistungssportler, die sich miteinander messen möchten. Eine solche Gelegenheit bietet die Halbmarathon-Weltmeisterschaft voraussichtlich am 17. Oktober in Gdynia in Polen. Auf der Seite germanroadraces.de heißt es dazu: Es wurden intensive Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass die Leichtathletik – Halbmarathon – Weltmeisterschaften Gdynia 2020 ausgetragen werden können. Die endgültigen Entscheidungen werden bis Ende August getroffen.

Für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft muss sich Melat Kejeta jedoch zuvor mit einen „Überprüfungslauf“ qualifizieren. Dazu muss sie einen von zwei noch freien Nominierungsplätzen erringen. Dieses Ziel fest im Blick reist Melat Kejeta für 30 Tage nach St. Moritz.

Mit dem Höhentraining will sie sich optimal auf die Herausforderung vorbereiten. „Ihre Konstitution ist bereits gut“, sagt Winfried Aufenanger, ihr Trainer vom Laufteam Kassel. Das ist das Resultat eines Checks in einer Einrichtung für Leistungsdiagnostik in Leipzig. Mit dem Höhentraining kann die Athletin jetzt gezielt die Sauerstoffaufnahme und -verarbeitung weiter verbessern und ihre Muskulatur stabilisieren, erläutert Aufenanger. Das Trainieren in großer Höhe soll seine positiven Wirkungen bis zu vier Wochen lang zeigen.

Sponsor Lars Bergmann ist sich sicher, dass das Höhentraining aktuell die beste Förderung der deutschen Spitzenläuferin ist: „Mit der Unterstützung des Höhentrainings möchten wir Melat Kejeta die Rahmenbedingungen geben, die es ihr ermöglichen, ihr Talent und ihre Leistungsfähigkeit optimal zu entfalten.“

Vielfältiger Trainingsplan

Bei Ihrem Training in St. Moritz wird Melat Kejeta von ihrem Trainer Winfried Aufenanger und ihrem Ehepartner betreut. Für das Training gibt es außerdem bereits Kontakte zu zwei Sportlern vor Ort, mit denen sie gemeinsam trainieren kann. Der ehemalige Marathon-Bundestrainer erklärt: „Der speziell auf sie abgestimmte Trainingsvorschlag sieht zwei Trainingseinheiten pro Tag mit einer Dauer von jeweils 70 bis 80 Minuten vor. Dabei besteht das Training keineswegs nur aus dem Laufen. Auch Kraft- und Intervall-Training, wandern, sowie gymnastische Übungen, sind fester Bestandteil ihres Trainingspensums. Wobei der Plan nicht immer eins zu eins umgesetzt werden muss. Melat ist Profi, sie weiß was für sie gut ist.“

DLV-Bestenliste

Melat Yisak Kejeta steht zurzeit in der Halbmarathon-Bestenliste des DLV mit 1:08,55 an Platz 1. Gefolgt von Alina Reh (1:10,05) und Deborah Schöneborn (1:11,36). Unter diesen Voraussetzungen kann Melat Kejeta sicherlich mit guten Ergebnisse bei diesem Lauf rechnen.