Sportunfälle richtig versichern: Unfall bei Rettung von Menschen



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Könnte man Unfälle vorhersehen, gäbe es keine. Was aber, wenn man einem in Not geratenen Menschen hilft und dabei selbst zu Schaden kommt? In dem Falle wäre der Unfall doch vorhersehbar gewesen, oder nicht? Zahlt dann die private Unfallversicherung?

Unfall beim Triathlon

Vor einigen Jahren beim Triathlon: Ein Athlet klammert sich an die erste Wendeboje und ruft um Hilfe. Während alle vorbeischwimmen, greift sich ein Sportfreund den Mann  und zieht ihn durch das Feld der Schwimmer hinaus ins freie Wasser, Richtung Rettungsboot. Dem Mann ist durch einen Tritt gegen die Schulter der Arm ausgekugelt, er hat furchtbare Schmerzen und natürlich Todesangst, fast einen Kilometer vom Strand entfernt. Was nun, wenn er in einer Panikattacke den Helfer umklammert und unter Wasser zieht? Was wenn der Helfer dadurch zu Schaden kommt?

Unfall als Definition

Unfallversicherungen leisten nach dem Unfallbegriff des Versicherungsvertragsgesetzes, der da lautet: Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. In oben beschriebenen Beispiel liegt absolut kein plötzliches Ereignis vor. Wer einem Ertrinkenden hilft, muss damit rechnen, dass der klammert und ihn womöglich selbst in Not bringt. Wie ist dies nun in guten Versicherungsbedingungen formuliert?

Rettungsklausel in der Unfallversicherung

Eine gute Unfallversicherung hat eine Rettungsklausel. Die sollte so oder ähnlich formuliert sein:
Unfälle/Gesundheitsschädigungen, die der Versicherte bei rechtmäßiger Verteidigung oder bei Bemühungen zur Rettung von Menschen, Tieren oder Sachen erleidet sowie im Rahmen der Erste-Hilfe-Leistung gelten als unfreiwillig erlitten und sind in die Unfallversicherung eingeschlossen. Auf den Einwand des Vorsatzes ....... wird verzichtet. Schlägereien, in die der Versicherte nicht als Urheber gerät, sind mitversichert.
 

Wichtige und richtige Versicherung

Egal ob am Berg, im Wasser oder auf dem Rad: Wer Anderen hilft sollte am Ende nicht selbst in die Röhre schauen müssen. Eine private Unfallversicherung ist das absolute Minimum an Invaliditätsvorsorge. Gute Versicherungsbedingungen sind ein Grund mehr, dem eigenen Hobby mit Freude nachzugehen, was immer unterwegs auch geschehen mag.




Unfallfreie Kilometer wünscht